fast jede(r) ist Auslaender: fast ueberall auf der Welt …

Wien hatte 2012 etliche Lager (die von “Asyl”BeamtInnen” und “Asyl”Gerichtshof” verwaltet und beurteilt werden)
und
Wien hatte 2012 auch zwei Refugee Camps: zuerst eines vor der Karlskirche, wo sich ONW (ottonormalwiener) ansehen konnte, wie es sich als Fluechtling anfuehlt
und dann eines vor der Votivkirche, wo echte Fluechtlinge mit allen ihren Problemen zusammenkamen.

Es ist gut und richtig, dass die Leute sich zusammenfinden und versuchen, vom Verwaltetwerden in Traiskirchen wegzukommen (oder wie die heutigen Lager alle heissen), denn ob wer Fluechtling ist kann nur JEDE(r) SELBER sagen …

… und nicht eine “Asyl”behoerde”.

Ob das organisiert (bzw. wie gut das organisiert) stattfindet, ist eher nachrangig, weil ja auch ZivilGesellschaft und junge Parteien aller Spektren gegen organisierte (Funktionariat- und Verwalterei-)PolitKriminelle antreten und aus genau diesem Grund durchaus erfolgreich sind.

Dass ein Stronach andere Ziele hat als eine Linkswende, ist offensichtlich und auch gut so: PropagandaSchwall damals von Goebbels und Stalin (und heute von Nestle und Monsanto) sind schlimm genug und sollten nicht auch noch Monopolgewalt haben.

Politik entsteht daraus sehr wohl, (und zwar auch welche, die WaehlerInnen ansprechen kann), wenn das ganze Theater mit Arbeits”erlaubnis”, AMS-lern, Sozialamtlern etc. fuer (oft innerlich emigrierte) InlaenderInnen genauso wie (“echte”) MigrantInnen gleichermassen zerschlagen wird.

Und durch ein einfaches BGE Grundeinkommen (OHNE Bedingungen) ersetzt wird, ohne dass herumgemeldet und herumgespitzelt
— oder “Bedarf” von den Gleicheren den Gleichen “zuerkannt” oder “aberkannt” —
wird, denn das ganze “Friedens”Projekt” EU wird verkommt seit einigen Jahren in Buerokratie und Bonzentum,
und
in den einzelnen MitgliedStaaten (auch und besonders Oesterreich) gibt es nur immer mehr Konflikte und Gewalt, wenn aufeinander herumgehackt wird und Hass geschuert wird.

Heutige ZweiklassenProbleme gibt es weniger zwischen “Unternehmer” und “Arbeiter” (wie Karl Marx das beschrieb), sondern zwischen Funktionariat (die selbstzufriedenen Bonzen) und Prekariat (in JobAngst, als SubUnternehmerInnen etc.) und die vielen Zweiklassen(sub)systeme lassen sich zusammengefasst nur unzureichend (aber wenigstens treffend) als Hierarchien und Hierarchismen beschreiben.

Als 100.000 die Donnerstagdemos gegangen sind und 10.000 das Audimax und den Campus bevoelkert haben, war das wirklich beeindruckend wenn nicht begeisternd.
http://freieuniwien.wordpress.com ist momentan nicht extrem aktiv aber auch im Augarten und im Campus gab es schon sehr gute Veranstaltungen und vielleicht wird es ja durch die Refugee Camps auch wieder mehr Angebote geben.

das kann man sich so vorstellen:

Besser als die EU Wichtigtuerei (mit laecherlicher “Entwicklungs”hilfe”
— Oesterreich zahlt seit Jahrzehnten nur 5% oder weniger der Verpflichtung —
bis zu “Kursen” und “Unis” in einigen wenigen afrikanischen Laendern) ist jedenfalls, wenn Leute, die als Fluechtlinge gekommen sind, hier in Freiheit einigermassen das tun koennen was sie wollen
— fuer viele ist das einfach “Arbeit” (so dumm die “Arbeits”Platz”religion auch ist) —
und (zumeist ein Grundbeduerfnis) davon ihre verbliebenen Verwandten unterstuetzen koennen:
private Zahlungen von MigrantInnen (wenn ihnen Geldverdienen “erlaubt” ist) uebersteigen oft die Importe von Laendern, aus denen sie geflohen sind.

uebrigens ist das ebenfalls ein Argument fuer BGE und gegen QuadratmeterZaehlerei und LohnZaehlerei “erlaubter” Wohnungen und Mindestloehne (auch wer “zu wenig verdient” wird seit einigen Jahren abgeschoben)

Und besser als mit “Ruecknahme”Vertraegen” Tausende Einzelne in deren “Heimat” (die Laender, aus denen sie geflohen waren) “abzuschieben”, waere es, projektweise groessere Gruppen (von MIgrantInnen und EuropaeerInnen) 10 oder 20 Jahre spaeter
— mit einem MigrationsVertrag statt eines “Ruecknahme”Vertrages —
ihre Community in den Elendslaendern aufbauen zu lassen, die inzwischen ja ohnehin nur jahrelang dahinduempeln:
Iran und Afghanistan seit 30 Jahren, Irak seit 15 Jahren sind eine einzige Katastrophe, und “Heimkehrer” werden momentan zerfetzt in der Schere zwischen Guenstlingen irgendwelcher Ayatollahs und ehemaliger Besatzer.

Wenn die mit Vertrag und Unterstuetzung aus Europa 2020 oder 2030 eine Perspektive der (Re)Migration haben,
— zb (mindestens) 500 AfghanInnen und 500 EuropaerInnen mit EU Hilfe einen Stadtteil dort aufzubauen —
— zb wie bei Rotary oder Lions: aus jeder Berufsgruppe Eine(r) —
sieht die Welt schon ganz anders aus und sie koennen aktiv ihr Leben und auch Demokratie (die in Europa sehr schlecht aussieht aber immer noch besser als in Elendslaendern ist) aktiv und ohne Aengste in Angriff nehmen, wie sie sich das wuenschen.

Europaeerinnen kommen als TeilnehmerInnen dafuer genauso als Migrations(teil)gruppe in Frage, weils ja auch in Europa nicht mehr fuer Alle gut aussieht. Motto: allein bist verloren, zu mehreren bist Held und Gewinner.

und:

Geduld mit den Versuchen, von selber miteinander (und mit dem, was Fluechtlinge als “Oesterreich” erleben) ins Gespraech zu kommen, ist sicher nicht schlecht.

Auch wenn da ein holpriges HerumBeschliessen im Plenum im Gang ist: die Leute werden zwar (zb Tschetschenen) von irgendwelchen Asyl”BeamtInnen”
— fuer die weder Geld noch Aufenthalt ein Problem ist aber die ueber Andere “entscheiden” —
nach (zb Russland) zurueckgeschickt (wo ihre Kinder nicht einmal die Sprache kennen)
— und verschwinden dort mit VorwandGerichtsUrteilen in irgendwelche Lager, wie erst diese Woche ein Fall —
aber man darf ja nicht vergessen, dass die allesamt unter dem Trauma der (Entscheidung zur) Flucht und des sich-Durchschlagens (und letztlich der unwuerdigen Behandlung hier) stehen, das ja durch den Umgang miteinander (durch Behoerden und Sonstige) in dem Land erzeugt wurde, aus dem sie geflohen sind.

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